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 Schachkinder spielen bei der Osthessenrallye sehr erfolgreich (Bericht: Klaus Bechtel)

Es war schon die 16. Ausgabe der Osthessischen Schulschachrallye (OHSSR) und doch war in diesem Jahr alles ganz anders. Corona bedingt konnten zum ersten Mal in der Geschichte der OHSSR keine Präsenzturniere stattfinden. Eine Möglichkeit wäre gewesen, die OHSSR findet nicht statt. Oder aber, die Verantwortlichen werden kreativ und finden eine Lösung. Also wurde gesucht und gefunden. Die Lösung hieß „Lichess“. Auf diesem Schach-Online-Server besteht die Möglichkeit, Turniere zu planen und durchzuführen.

Gesagt, getan. Lieber online spielen als gar kein Schach. Darin waren sich alle einig. Verantwortliche und Trainer, aber vor allem die Schachkinder der WNS.

Und es gab noch eine Neuerung in diesem Corona-Schachjahr: Zum ersten Mal wurde nach drei OHSSR-Onlinerunden ein Finale mit vier Finalisten für jede Wertungsgruppe ausgetragen. Wer daran teilnehmen wollte, musste sich in den drei Vorrunden dafür erst einmal qualifizieren. Da die Kinder der WNS mit ihren Schachtrainern,Michael Laudert und Klaus Bechtel, mit einer eigenen Trainingsgruppe täglich auf „Lichess“ trainierten, waren die Hoffnungen auf eine Finalteilnahme bei den WNS-Schachkindern natürlich groß.

Am Ende nach den drei Vorrunden hatten sich je drei Jungen und drei Mädchen der WNS für das Finale qualifiziert. Während bei den Mädchen die Favoritenrolle eindeutig bei den Teilnehmerinnen der WNS lag, sah es bei den Jungen ganz anders aus. Hier war Philipp Schäfer vom SK Turm ganz klar der erste Anwärter auf den Titel. Dazu hatte er die drei Qualifikationsrunden zu sehr dominiert. Aber, Qualifikationsrunden sind das eine, das Finale etwas anderes. Hier beginnt alles bei Null, werden die Karten neu gemischt. Schon gleich in der ersten Runde gab es die erste große Überraschung. Malik Abdelmola von der WNS gewann völlig überraschend sein erstes Spiel gegen den großen Favoriten. Das andere Spiel in Runde 1 entschied Hisham Alkhatib gegen Maximilian Jakob für sich. In der zweiten Runde setzten sich Hisham gegen Malik und Philipp gegen Maximilian durch.

Die dritte Runde würde somit die Entscheidung über die Plätze eins bis drei bringen. Während Malik Abdelmola sein Spiel gegen Maximilian Jakob gewann und damit schon einen der ersten drei Plätze sicher hatte, kam es im zweiten Spiel zum Aufeinandertreffen der Besten beiden Spieler der drei Qualifikationsrunden. Hisham Alkhatib gegen Philipp Schäfer. In einem extrem spannenden Spiel setzte sich Hisham Alkhatib gekonnt durch und gewann damit die Osthessenrallye 2020/2021 vor Malik Abdelmola auf Platz zwei und Philipp Schäfer auf dem dritten Platz.

Und bei den Mädchen? Da standen mit Thaomy Gelbert, Medina Amiri und Alima Kamchybekova drei Mädchen der WNS im Finale, die vor wenigen Wochen zusammen den Deutschen Schulschach Team Cup gewonnen hatten. Da eine Favoritin zu benennen, war nicht möglich.

Die Vierte im Bunde und damit die unbekannte Größe war Anna-Lena Griesler aus Fulda.

In der ersten Runde trafen Medina und Alima sowie Anna-Lena und Thaomy aufeinander. Bei ausgeglichenen Spielen brachten Medina und Anna-Lena ihre ersten Siege nach Hause.

In der zweiten Runde trafen die beiden Siegerinnen der ersten Runde direkt aufeinander. Hier konnte schon eine Vorentscheidung für den Gesamtsieg fallen. Und sie fiel. Medina gewann und führte nun mit zwei Siegen alleine die Tabelle an. Das zweite Spiel dieser Runde hatte Alima gegen Thaomy für sich entschieden. In der dritten und letzten Runde ging es nun um die Endplatzierungen. Medina traf auf Thaomy und Alima auf Anna-Lena. Im Spiel Medina gegen Thaomy, hatte Thaomy zu Beginn die Nase vorn. Sie setzte Medina gewaltig unter Druck und trieb sie in die Enge. Doch Medina gelang es, sich zu befreien und gewann nicht nur Figur um Figur, sondern am Ende auch das Spiel. Damit hatte sie drei Siege aus drei Spielen geholt und sich damit auch den Gesamtsieg bei der OHSSR 2020/2021 gesichert. Im Spiel zwischen Anna-Lena und Alima ging es nun um Platz zwei und drei.

Während Alima sehr offensiv begann, wartete Anna-Lena etwas zurückhaltend auf ihre Chance.

Und die kam: Mitten in einen Angriff von Alima, konterte Anna-Lena und setze Alima schachmatt.

Damit hatte sich Anna-Lena den zweiten Platz und Alima den dritten Platz gesichert. Die Vorjahressiegerin Thaomy musste sich diesmal mit dem vierten Rang zufriedengeben.

Abschließend kann man folgendes Feststellen: Der Versuch, die OHSSR online durchzuführen, war ein absolut gelungener Versuch. Alles passte, alles funktionierte. Natürlich ist Online-Schach kein Ersatz für ein Präsenzturnier. Aber unter Corona war dies die Beste aller Möglichkeiten. Einen großen Dank dafür an Dr. Uwe Brehm, der dies durch seinen Einsatz, den Kindern erst ermöglichte. Die Schachkinder der WNS holten mit zwei 1. Plätzen, einem 2. und einem 3. Platz wieder erstklassige Platzierungen für ihre Schule.

Auch wenn die OHSSR damit für dieses Jahr beendet ist, für die Schachkinder der WNS steht noch ein ganz großes Finale an. Die Schulmannschaft der WNS (Jungen und Mädchen) spielt am Samstag, 12. Juni 2021, um den Aufstieg in die Schulschach-Bundesliga. Natürlich online auf „Lichess“.